Röhrbrunnen

Im Jahre 1740 entschloss man sich, die im 'Hoordt' entspringende Quelle zu fassen und der Allgemeinheit als Viehtränke und Waschgelegenheit nutzbar zu machen.

Die Anlage bestand damals aus drei Brunnentrögen, die aus zwei Röhren mit Wasser gespeist wurden. Morgens und abends wurde das Vieh zur Tränke getrieben, während die Hausfrauen das klarfließende Wasser als willkommene Waschgelegenheit benutzten. An der Nordseite des Brunnens befanden sich sogenannte Waschbänke aus geglättetem Sandstein auf denen die Wäsche mit Holzkeulen geklopft und dann nach dem Spülen oder Schwenken zur Bleiche gebracht wurde. Unterhalb der Waschanlage befand sich ein Teich, der mit einer starken Mauer aus Sandsteinquadern umgeben war und als 'Weed' bezeichnet wurde. Außerhalb bildete der Teich ein Dorado für Gänse und Enten. Im Jahre 1882 wurde der Brunnen in seinen heutigen Zustand versetzt. Waschanlage und 'Weed' aber blieben erhalten. 1937 verschwand der Teich aus dem Dorfbild. Er wurde mit Schutt aufgefüllt und damit ein Dorfidyll beseitigt. Bei Verbreiterung der Herrenstraße im Jahre 1955 kam 'Weed' erneut zum Vorschein und wurde wiederum mit Steinen ausgefüllt.